Fußballturnier gegen Homophobie

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FfgH als Verein existiert seit dem 09.04.2013 und entstand aus einer Initiative heraus, die »Aktive Fans« von Tennis Borussia Berlin in Kooperation mit dem »Lesben- und Schwulenverband Berlin-Brandenburg e.V.« 2011 zu den 6. Respect Games in Berlin starteten. Sie schickten ein selbstkreiertes Fußballbanner mit dem Slogan »Fußballfans gegen Homophobie« auf eine Reise, die durch allerlei verschiedene Fankurven führte, um ein klares Zeichen gegen Homophobie im Fußball zu setzen. Da die Aktion großen Anklang fand, wurde aus dieser Initiative schnell ein Bündnis und letztendlich ein e.V.

Zum Turnier selbst ist zu sagen, dass es lediglich am Samstag ausgetragen wurde, jedoch wurde das komplette Wochenende durch ein Rahmenprogramm abgedeckt. So trafen sich freitags schon Angereiste im OstKurvenSaal (OKS), um sich gemeinsam den Tatort »Mord in der ersten Liga« aus dem Jahr 2011 anzuschauen, der versuchte, sich der Thematik um ein öffentliches Coming-Out eines Profifußballers anzunehmen. Nach dem Film fand die Gruppenauslosung für das Turnier statt. Da kurzfristig in Sachen Hallenplanung umdisponiert werden und auf eine kleine Schulsporthalle ausgewichen werden musste, wurden von den 14 angemeldeten Teams jeweils zwei zusammengelost, um ein gemeinsames Team zu bilden. Der Turniersieg wurde also so ermittelt, dass alle Teams einmal gegeneinander antreten mussten (2x 8 Minuten), um so die Platzierungen auszuspielen. Gespielt wurde mit vier Teammitgliedern ohne Tormenschen, da lediglich Unihockeytore zur Verfügung standen. Diese Tatsache sorgte auch anfangs für Skepsis bei den Auflaufenden, diese legte sich aber sehr bald, als bemerkt wurde, wie viel Spaß das Spielen trotzdem oder gerade deswegen machte.

Am Ende setzten sich USP/ Roter Stern Kickers Ahrensburg in dem Gesamtfeld dicht gefolgt von ACU/ UB01 durch. Auf Platz drei fand sich das Team Green (ein bunt gemischter Haufen von Werderfans) in Kombination mit wAzilanti wieder. Und gerade der letztgenannten Gruppierung gehörte der größte Respekt auf diesem Turnier. So handelt es sich bei wAzilanti bzw. den »White Angels«, um eine Fangruppierung des NK Zagreb, die extra für dieses Turnier den weiten Weg mit einem Kleinbus auf sich genommen hatte. Mit ihrer Flüchtlingshilfe und ihrem klaren Standpunkt gegen Diskriminierung jeglicher Art besitzt sie wohl ein außerordentliches Alleinstellungsmerkmal unter den Fangruppierungen Kroatiens. Auf den Plätzen vier, fünf, sechs und sieben landeten schließlich wie folgt: FI99/ Roter Stern Leipzig, NordKaos/ TeBe, Intergalactic Jesters/ Dissidanti Düsseldorf sowie Commando Donnerschwee/ Türkiyemspor Berlin 3.

Nach dem gut angekommenen Auswichteln der Platzierungspreise (denn jedes Team brachte jeweils einen Preis mit) stand noch eine anschließende Party im »Kweer« an, die ausgiebig für die, die noch nicht wieder abreisen mussten, dafür genutzt wurde, sich bei vielen interessanten Gesprächen weiter zu vernetzen.

Das ganze Wochenende wurde letztendlich noch mit den Letztverbliebenen durch ein gemeinsames Frühstück am Sonntagmorgen im OKS abgerundet, bevor sich alle Wege wieder trennten. Aber eines war wohl den meisten Anwesenden bewusst. Es handelte sich um ein Wochenende, das gerne an anderem Ort wiederholt werden könne.


Antidiskriminierungs-AG - Werder-Fans gegen Rassismus
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