Zwanziger will sich bei Bremer Fans bedanken

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Erstellt am Montag, 10. November 2008

Zwanziger will sich bei Bremer Fans bedanken

Bochum (dpa) - DFB-Präsident Theo Zwanziger will sich öffentlich bei den Bremer Fans
bedanken, die während des Bundesliga-Spiels beim VfL Bochum das Entrollen einer
Reichskriegsflagge und eines Plakats mit rechtsradikaler Aufschrift verhindert haben.

Das Verhalten der Anhänger beider Vereine nannte der Präsident des Deutschen Fußball-
Bundes (DFB) im "Hamburger Abendblatt" ein "herausragendes Ereignis" und "ein
Musterbeispiel für Zivilcourage im Stadion". Er habe bereits Kontakt mit Ligaverbands-
Präsident Reinhard Rauball aufgenommen und "mit ihm vereinbart, dass wir gemeinsam
demnächst bei einem Treffen mit den Bremer Fans ein sichtbares Zeichen der Anerkennung
zum Ausdruck bringen werden".

Unter die Bremer Anhänger beim Auswärtsspiel in Bochum hatten sich einige Rechtsradikale
gemischt. Als diese Gruppe Plakat und Reichskriegsflagge ausrollen wollte, solidarisierten
sich VfL- und Werder-Fans, riefen "Nazis raus" und alarmierten die Polizei. Es kam zu
Tumulten und Schlägereien. Doch die Einsatzkräfte bekamen das Geschehen schnell in den
Griff und führten die Störenfriede ab. Wie die Polizei in Bochum am Sonntag mitteilte,
wurden sechs Bremer Fans vorübergehend in Gewahrsam genommen. Die "polizeibekannten
Männer" durften aber am Abend nach Bremen zurückreisen.

"Es entspricht den Vorstellungen von DFB und DFL, dass die Fans nicht wegschauen, wenn
Wirrköpfe und Verblendete die Bühne des Fußballs missbrauchen wollen, sondern in
Solidarität schnell und entschlossen handeln, um solche Chaoten in ihre Grenzen zu weisen",
sagte Zwanziger in dem Interview weiter.

Datum: 10.11.2008
Quelle: Weser-Kurier


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