Werder spricht Stadionverbote aus

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Erstellt am Sonntag, 10. August 2008

Werder spricht Stadionverbote aus

Nach den Ausschreitungen von rechtsradikalen Fans beim Auswärtsspiel in Bochum reagierte
der Verein Werder Bremen am Montag unmittelbar und wird gegen die ermittelten Personen
ein Stadionverbot aussprechen. Derzeit wird zudem geprüft, ob das Verbot auf das gesamte
Bundesgebiet ausgeweitet werden kann.

Beim Spiel in Bochum hatten acht Rechtsradikale versucht, eine Reichskriegsflagge zu
entrollen und ein Plakat mit rechtsradikaler Aufschrift zu zeigen. Werder-Anhänger hatten
durch beherztes Eingreifen das Ausrollen verhindern können. "Wir sind stolz auf die
wachsame Reaktion unserer Fans und sehen uns in unserer präventiven Arbeit gegen Diskriminierung
und Rassismus bestätigt. Wir werden darin nicht nachlassen", schrieben die Werder-Verantwortlichen.

Auch der VfL Bochum hat ein lokales Satdionverbot verhängt. Darüber hinaus wird vom VfL
in Zusammenarbeit mit dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) die Möglichkeit eines
bundesweiten Stadionverbots geprüft. Dieses kann nur vom gastgebenden Verein, also dem
VfL, beantragt werden. Und auch von der Bremer Geschäftsführung kamen deutliche Worte:
"Solche Stadionbesucher brauchen wir nicht. Wir nehmen diesen Vorfall sehr ernst und
werden wie bisher alles in unserer Macht stehende umsetzen, um solche Szenen zu
verhindern."

Datum: 10.11.2008
Quelle: Kicker


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